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28.08.2014
Newsletter vom Juli 2014
  • Europäische Kommission verspricht Hilfe für LOT
  • Europäischer Fonds für Entwicklung von Wirtschaft, Energetik und Arbeitsmarkt
  • Die polnische Zentralbank (NBP) wird nicht den Leitzins senken
  • Neues Gesetz fördert junge Menschen am Arbeitsplatz
  • Cateringmarkt boomt
  • Sonderwirtschaftszonen schlagen Rekord in neuen Investitionen
  • Väter im Mutterschaftsurlaub
  • Bahngesellschaft PKP erfolgreich beim Verkauf von PKP Cargo Aktien
  • Rekord-Leistungsbilanz des polnischen Staates

  • Europäische Kommission verspricht Hilfe für LOT
    Die polnische Fluggesellschaft LOT hat einen Kapitalverlust und eine gestiegene Verschuldung hinnehmen müssen. Nachdem die Gesellschaft 2013 noch einen Gewinn in Höhe von 54,7 Milion Zloty einfuhr, steht nunmehr ein Verlust von 420,3 Milion Zloty zu Buche. In dieser Situation konnte LOT nicht seinen Verpflichtungen nachgehen, die mittlerweile 3,7 Milliarde betragen. Um eine Insolvenz zu vermeiden, musste sich die Firma mit einem Hilfegesuch an den Staat wenden. Eine notwendige Zustimmung der Europäischen Kommission für eine Beihilfe war während der Pressekonferenz in Brüssel bereits versprochen worden, obgleich der tatsächliche Zusagebescheid erst in den nächsten Wochen ergehen soll. LOT hat angekündigt, dass die finanzielle Unterstützung der Erschaffung einer auf mehrere Jahre ausgerichteten Umstrukturierungsstrategie verhelfen wird, im deren Rahmen man unter anderem mehr Flüge anbieten werde. Im Endeffekt bestrebt LOT die Wiedererlangung der völligen Rentabilität.
    (Quelle: Rzeczpospolita, 14. Juli 2014, Nr 158; Dziennik Gazeta Prawna, 8 Juli, Nr 130)

    Europäischer Fonds für Entwicklung von Wirtschaft, Energetik und Arbeitsmarkt
    Die Europäische Kommission bestätigte den mit Polen unterschriebenen Partnervertrag, der die Strategie für die Verwendung von aus Fonds zugeteilten Vergabemitteln in Höhe von rund 82,5 Milliarden Euro für den Zeitraum 2014-2020 enthält. Die meisten finanziellen Mittel (23,8 Milliarden Euro) sollten der Verbesserung der Straßen- und Eisenbahninfrastruktur sowie der Nachhaltigkeit des Transportverkehrs zugeteilt werden. Ebenfalls großzügig unterstützt werden Ziele wie Umweltschutz, Verringerung des Energieverbrauchs und Verstärkung der Rolle von erneuerbaren Energien. Ganze 10 Milliarden Euro gehen an Forschung, Technologieentwicklung und Innovationen. Einen sehr wichtigen Punkt der Vereinbarung bildet auch die Wirtschaftswachstumshilfe. Für die Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen werden 5,6 Milliarden Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und zusätzliche 3,8 Milliarden Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds (ELW) für die Entwicklung von ländlichen Räumen bereitgestellt. Zum ersten Mal enthält der Partnervertrag Vorschriften über die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit. Verbessert werden sollte die Situation auf dem Arbeitsmarkt  durch die Förderung von Berufsausbildung und Beschäftigung benachteiligter Marktakteure, wie etwa junger und älterer Menschen sowie Frauen.
    (Quelle: Rzeczpospolita, 7. Juli 2014, Nr 155)

    Die polnische Zentralbank (NBP) wird nicht den Leitzins senken
    Laut der Prognose der polnischen Zentralbank wird die Teuerungsrate in Polen sehr niedrig und kann um 0,2 Prozent betragen, was unter dem Zielwert von 2,5 Prozent und erheblich unter der Grenze der zulässigen Abweichungen (1,5 Prozent) ist. Bankexperten nehmen an, dass dieses Ziel auch nicht im nächsten Jahr erreicht wird, weil der Inflationsindex voraussichtlich zwischen 0,5-2,1 Prozent liegen wird. Dermaßen niedrige Inflation hat Spekulationen über eine Zinssenkung gebracht. Jedoch hat sich der Rat für Geldpolitik, der das Entscheidungsorgan der Zentralbank ist, hat sich gegen die Zinssenkung entschieden. NBP erwartet demnächst ein  großes Wirtschaftswachstum, so sollte sich allmählich auch die Inflation dem Zielwert annähern. Deswegen besteht nach Ansicht des Rates für Geldpolitik kein Bedürfnis, die Wirtschaft mit der billigen Währung zu stimulieren. Die Zinssenkung haben die Unternehmer postuliert, weil sie sich davon die günstigeren Kredite erhofft haben.
    Dziennik Gazeta Prawna, 3. Juli, Nr 127)

    Neues Gesetz fördert junge Menschen am Arbeitsplatz
    Das novellierte Gesetz zur Förderung der Beschäftigung und der Institutionen des Arbeitsmarktes gewährt Vorteile für Arbeitgeber, die sich für die Beschäftigung von jungen Menschen entscheiden. Dies gilt für Personen vor Vollendung des 30. Lebensjahres, die ihre erste Arbeit aufnehmen, auch wenn sie schon früher auf der Grundlage eines Werkvertrags oder Auftragsverhältnisses gearbeitet haben. Der Vorteil liegt in der Zurückerstattung der vom Arbeitgeber getragenen Kosten für die Sozialversicherung seines Angestellten. Die Regulierung soll Arbeitgeber dazu anhalten, mit jungen Menschen Arbeitsverhältnisse anstatt der bisher weit verbreiteten kurzlebigen Dienst- und Werkverträge, die regelmäßig als „Schrottanstellungen“ verpönt werden, einzugehen.
    (Quelle: Rzeczpospolita, 30. Juni 2014, Nr 149)

    Cateringmarkt boomt
    Der polnische Gastronomiemarkt wächst um 2-3 Prozent jährlich. Die Entwicklung dieses Sektors ist zum größten Teil auf das dynamische Wachstum in der Catering-Sparte zurückzuführen. In diesem Bereich sind bereits ungefähr 9-10tausend Unternehmen tätig und es wird geschätzt, dass sein Marktwert 5 Milliarden Zloty beträgt. Die Arbeitszeiten werden immer länger und die schwer beschäftigten Polen entscheiden sich für Catering, denn die direkte Lieferung nach Hause oder zum Büro stellt für sie die bequemste Option dar. Großer Popularität erfreut sich auch Diät-Catering, bei dem die Kunden tagtäglich kalorienarme Mahlzeiten geliefert erhalten.
    (Quelle: Dziennik Gazeta Prawna, 24. Juni 2014, Nr 120)

    Sonderwirtschaftszonen schlagen Rekord in neuen Investitionen
    Im ersten Halbjahr 2014 stieg der Wert des geplanten Investitionsaufwands aufs Sechsfache im Vergleich zum Vorjahr. Die geplanten Investitionen in elf Sonderwirtschaftszonen (es fehlten Angaben aus den Landkreisen Kamiennogórski, Starachowicki und Kostrzyńsko-słubicki) werden auf insgesamt 14,5 Milliarden Zloty bewertet. Die Anzahl der Arbeitsplätze wird sich aller Voraussicht nach um das Dreifache erhöhen. Eine ähnliche Tendenz ist in Bezug auf die Investoren erteilten Genehmigungen zu bemerken, deren Anzahl von 85 auf 249 gestiegen ist. Den bei weitem größten Aufschwung erlebt die Walbrzyski-Zone mit ihrem deklarierten Investitionsaufwand in Höhe von 4,2 Milliarden Zloty, ungefähr Tausend neuen Arbeitsplätzen und 38 erteilten Genehmigungen. Den Hauptgrund für die zahlreichen eiligen Entscheidungen der Investoren bildeten die ab dem 1. Juni geltenden neuen Beschränkungen für das Unterstützen von Investitionen. Von nun an wird der Umfang von ökonomischen Anreizen in den meisten Wirtschaftszonen eingeschränkt, während die bisherigen Privilegien lediglich in der immer noch wirtschaftlich schwachen „Ostwand“ aufrechterhalten werden.  
    (Quelle: Rzeczpospolita, 24. Juni 2014)

    Väter im Mutterschaftsurlaub
    Langsam aber kontinuierlich dringt die Möglichkeit der Inanspruchname vom Mutterschaftsuralub zu polnischen Vätern durch. Gefördert wird dieses Phänomen von den neuen, seit einem Jahr geltenden arbeitsrechtlichen Vorschriften über die Kinderbetreuung. Eltern könnnen jetzt unter sich belibig 6 von den ihnen zustehenden 20 Wochen Mutterschaftsurlaub sowie den gesamten darauf folgenden 26-wöchigen Elternschaftsurlaub teilen. Den Vätern  stehen zusätzlich zwei Wochen des Vaterschaftsurlaubs zur Verfügung, wobei die ungenutzte Zeit auf die Mutter nicht übertragen werden kann.
    Laut Angaben des Arbeitsministeriums haben rund 40 Tausend Männer die Möglichkeit des Mutterschaftsurlaubs in den ersten Monaten dieses Jahres in Anspruch genommen. Das entspräche einer vierfachen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Zahl der Väter, die sich für den Vaterschaftsurlaub entschieden haben, ist um das Sechsfache gestiegen. Obwohl diese Statistik sehr optimistich aussieht, fällt diese Quote mit Blick auf die gesamte Gesellschaft weiterhin sehr bescheiden aus angesichts der Tatsache, dass auf die 100 Tausend geborenen Kinder lediglich 13 Tausend Väter anfallen, die diese Möglichkeit genutzt haben. Gehindert wird die Entwicklung dieses Trends durch das mangelnde Bewusstsein über die eigenen Rechte sowie die Befürchtung vor fehlender Akzeptanz im Arbeitsumfeld.
    (Quelle: Gazeta Prawna, 23. Juni, Nr 119)

    Bahngesellschaft PKP erfolgreich beim Verkauf von PKP Cargo Aktien
    Die polnische Staatsbahn PKP hat 17 Prozent der Aktien vom Güterbeförderungs-Tochterunternehmen PKP Cargo auf dem Wege des Bookbuilding-Verfahrens veräußert. Der Verkauf erwies sich als ein Erfolg für die Firma. Die Aktien erfreuten sich eines großen Interesses unter Investoren. Das angebotene Paket wurde zum Anteilsstückpreis von 76,5 Zloty ausverkauft, was einen Gesamtgewinn von 583,5 Millionen Zloty ausmachte. Obwohl das Unternehmen jetzt nur im Besitz von 1/3 der PKP-Cargo-Anteile ist, verfügt es dank einer vorhergehenden Änderung des Gründungsaktes weiterhin über die Kontrollmacht. Das Unternehmen hat weiterhin vor, gegen Ende des Jahres die Aktien von PKP Energetyka, PKP Informatyka und TK Telekom zum Verkauf anzubieten.
    (Quelle: Rzeczpospolita, 20. Juni 2014)

    Rekord-Leistungsbilanz des polnischen Staates
    Eine Milliarde Zloty betrug im April der Leistungsbilanz- Überschuss, der damit die Erwartungen von Analytikern zweifach übertroffen hat. Beigetragen zu diesem Erfolg hat vorwiegend ein Exportvolumen von 14,2 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Importrate ist dagegen um 5,4 Prozent gestiegen, um einen Gesamtumfang von 13,3 Milliarden Euro zu erreichen. Derart gute Ergebnisse in der Leistungsbilanz werden wahrscheinlich eine Verstärkung des Zloty nach sich ziehen. Dies neutralisiert wiederum den Einfluss der niedrigen Inflation, einem bisherigen Schwächungsfaktor für die polnische Währung.
    (Quelle: Rzeczpospolita, 16. Juni 2014)





 

Wechselkurse

Inflationsrate
2,0 % März 2017

BIP
+3,7 % I. Quartal 2017

Referenzsatz
1,50 %

Lombardsatz
2,50 %

Rediskontsatz
1,75 %

Depositsatz
0,50 %

Die Informationen wurden nach sorgfältiger Prüfung zusammengestellt. Das Kooperationsbüro übernimmt keine Haftung für entstandene Schäden.