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Newsletter August 2015

  • Privatisierung der Fluglinie LOT wurde angehalten
  • Der Staatshaushalt spart bei Investitionen und laufenden Einkäufen
  • Großer Teil von Unternehmen in Polen muss eigene Produktion beschränken
  • Polen ist wieder Ort großer Bauprojekte
  • 20% der Polen haben kein Bankkonto
  • Deutsche wollen Warenlager in Polen
  • Polen benutzen Geldautomaten immer seltener


  • Privatisierung der Fluglinie LOT wurde angehalten
    Das Ministerium für Staatsvermögen hat sich entschieden, die Fluggesellschaft LOT nicht zu verkaufen. Der LOT Chef Sebastian Mikosz hat gekündigt. Potenzieller Investor wollte die Amerikanische Indigo Partners werden, die Hauptgesellschafter der Wizz Air ist.
    Dieser wollte hauptsächlich das Kapital der Gesellschaft erhöhen. LOT selbst prognostiziert, dass sie in diesem Jahr über 4,75 Mio. Passagieren haben werden. Die Fluggesellschaft LOT hat letztes Jahr 99,4 Mio. PLN Umsatz gemacht, erstmals seit 7 Jahren auch mit Gewinn. Ende 2012 hat die LOT eine Finanzkrise erlebt und musste den Staat um finanzielle Unterstützung bitten. LOT hat insgesamt 527 Mio. PLN von der Regierung erhalten. Die Fluglinie plant im Jahr 2016 neunzehn neue Fluglinien zu eröffnen. Sie verhandelt auch mit der PKP, um ein weiteres Angebot zu entwickeln, das dem deutschen Rail&Fly ähnelt (Verbindung eines Zug- mit einem Flugticket).

    (Quelle: Dziennik Gazeta Prawna, 19.08.2015)

    Der Staatshaushalt spart bei Investitionen und laufenden Einkäufen
    Das Haushaltsdefizit betrug in Polen Ende Juli 26,6 Mrd. PLN. Die Einnahmen für den Staatshaushalt waren gering, Ende Juli betrugen sie 163,5 Mrd. PLN, also 0,6% mehr als im letzten Jahr. Die Staatsausgaben betrugen bis jetzt 190,1 Mrd. PLN und die Regierung spart nun bei den Investitionen. Dafür hat sie eine Summe in Höhe von 20 Mrd. PLN eingeplant (vor allem für die Verteidigung des Staates und für die Rate für F-16). Das Haushaltsdefizit kann zum Ende dieses Jahres 40 Mrd. PLN betragen. Das wären dann 6 Mrd. PLN weniger als zuvor im Haushaltsplan eingeplant war.

    (Quelle: Rzeczpospolita, 18.08.2015)

    Großer Teil von Unternehmen in Polen muss eigene Produktion beschränken
    Eine heiße Welle hat die polnische Energiewirtschaft getroffen. Die daraus resultierenden Beschränkungen umfassen über 1,6 Tsd. Unternehmen. Ursache ist die geringe Menge an zur Verfügung stehenden Elektroenergie, verursacht durch die hohen Lufttemperaturen und zusätzlich durch die niedrigen Wasserstände der Flüsse, beides beschränkt die Kühlung der Kraftwerke. Die großen Schwierigkeiten hat das Kraftwerk Kozienice, das zur Enea gehört. Seine Blöcke werden mit dem Wasser aus der Weichsel gekühlt. Auch die zur Tauron gehörenden Kraftwerke Stalowa Wola und Energa haben Produktionsbeschränkungen eingeführt. Erschwerend hinzu kam eine Störung in einem der Kraftwerksblöcke der PGE in Bełchatów. Zur Sicherung der Elektroenergieversorgung hat Polen den Import der Energie erhöht (meist aus EU Ländern) und zusätzlich den Export minimiert. Darüber hinaus appellierte Premierminister Ewa Kopacz an die Polnischen Bürger, Energie zu sparen. Experten haben dazu festgestellt, dass sich solche Fälle zukünftig wiederholen können.
    Die Beschränkungen in der Produktion werden für die Firmen schlechte Ergebnisse haben. Hinzu kommt, dass die Vertragspartner von Firmen die Verpflichtungen, Termine oder Verträge haben, Schadensersatzansprüche verlangen können. Des Weiteren kann ein Teil von Produkten, die besondere Lagerung benötigen (z. B. Kühlung), die Kunden nicht rechtzeitig erreichen.

    (Quelle: Rzeczpospolita, 11 und 12.08.2015)

    Polen ist wieder Ort großer Bauprojekte
    Der Wert der infrastrukturellen Investitionen wird in den nächsten Jahren weiter steigen. So wurden im Regierungsprogramm für den Straßenbau für das Jahr 2015 16,3 Mrd. PLN eingeplant und für das nächste Jahr sogar 27,3 Mrd. PLN. In Summe umfasst das "Programm der Landesstraßenbau 2014-2023" ca. 93 Mrd. PLN. Warschau plant seine Metro um die nächsten sechs Stationen auszubauen. Der Ausbau beginnt 2016 und endet im Jahr 2019. Dabei werden die Investitionen ca. 3,47 Mrd. PLN betragen. Im nächsten Jahr wird dabei der modernste Bahnhof Polens in Łódź Fabryczna fertig gestellt. Allein dafür betragen die Investitionen 1,75 Mrd. PLN. Im Jahr 2016 endet die Modernisierung der Eisenbahnlinie Krakau-Rzeszów mit 160km neuen Gleisen, neuen Tunneln und dutzenden von Brücken mit einem Investitionsvolumen von 3,5 Mrd. PLN.

    (Quelle: Rzeczpospolita, 10.08.2015)

    20% der Polen haben kein Bankkonto
    Zur Umsetzung der Europäischen Anforderungen sind alle Banken verpflichtet, ein kostenloses Konto für die Bankkunden anzubieten. Ziel dabei ist, auch allen Kunden die noch kein Konto haben, einen Kontozugang und den Zugang zu Grund-Finanzdienstleistungen zu ermöglichen. Die Banken haben nun Angst davor, dass ihre Umsätze dramatisch sinken, weil die Kunden ihr bisheriges kostenpflichtiges Bankkonto kündigen und stattdessen ein neues kostenloses Konto eröffnen. Zur Umsetzung gehört auch, dass es ein Limit für monatliche kostenlose Transaktionen geben wird. Für mehr Transaktionen kann die Bank Gebühren abziehen, jedoch nicht mehr als der Durchschnitt bei anderen Konten. Eine Gebühr für die Benutzung der EC Karte kann monatlich abgezogen werden.

    (Quelle: Dziennik Gazeta Prawna, 03.08.2015)

    Deutsche wollen Warenlager in Polen
    Woiwodschaft Großpolen ist ein Warenlager für Firmen geworden, die ihre Waren sowohl nach Westeuropa exportieren als auch diejenigen, die ihre Produktion von Deutschland nach Polen verlegen. Durch die Grenznähe mit Deutschland und die Anwesenheit der Volkswagen Fabrik in Wrzesnia ist dieses Gebiet ein interessanter Ort für Firmen der Motorisierung, Logistik, und des Handels. Als bisher größte Firma im Markt der Lagerindustrie hat sich im Jahr 2014 Amazon eingebracht, die ihr Verteilzentrum in Sady eröffnete. Woiwodschaft Großpolen ist seit mehreren Jahren eine der attraktivsten Orte in Polen, er steht gleich hinter Warschau und Oberschlesien. Die Mieter sind meistens Firmen aus den Produktions- und Logistiksektor, die die Lage zwischen Berlin und Moskau und der Zugang zum Autobahn A2 schätzen.

    (Quelle: Rzeczpospolita, 03.08.2015)

    Polen benutzen Geldautomaten immer seltener
    Die ING Bank Śląski besitzt fast 900 Geldautomaten, die Hälfte davon befindet sich außerhalb der Banken. Diese Geldautomaten soll bald die Firma IT Card leiten, die bereits die Geldautomatenkette Planet Cash führt. Dies ist eine neue Strategie der Bank, zur Entwicklung ihres Netzes. Dabei werden für die Bank weniger Kosten verursacht. Ähnlich funktionieren auch andere Banken, wie z. B. die Credit Agricole oder die Getin, die zusammen mit der Firma Euronet arbeiten. Einige Banken sind sehr nah an der Zusammenführung ihrer Geldautomaten. Dies sind unter anderem die Bank Zachodni WBK und die PKO BP. Die Banken können dadurch bei den Gebühren sparen, die z. B. für MasterCard oder Visa bezahlt werden müssen. Laut NBP Statistik hat Polen so viele Geldautomaten wie nie in seiner Geschichte, jedoch werden sie immer seltener benutzt. Im Jahr 2014 haben die Polen 10 Mio. mal weniger ihr Geld aus den Geldautomaten bezogen als im Jahr 2013. An der sinkenden Zahl ist unter anderem die Entwicklung des Cash back beteiligt, das eine Auszahlung bis zu 300 PLN bei der Zahlung mit der Karte beim Einkaufen ermöglicht.

    (Quelle: Dziennik Gazeta Prawna, 03.08.2015)




 

Wechselkurse

Inflationsrate
2,0 % März 2017

BIP
+3,7 % I. Quartal 2017

Referenzsatz
1,50 %

Lombardsatz
2,50 %

Rediskontsatz
1,75 %

Depositsatz
0,50 %

Die Informationen wurden nach sorgfältiger Prüfung zusammengestellt. Das Kooperationsbüro übernimmt keine Haftung für entstandene Schäden.